Home
Über Uns
Trekking
Der Kilimandscharo
Kibo Individual
Kibo Machame
Kibo Lemosho
Kibo Rongai
Kibo Marangu
Kibo Umbwe
Ruwenzori
Mount Meru
Mount Kenya
Mount Elgon
Safaris
Selbstfahrer
Strand
Kontakt
AGB
Impressum


Der Kilimandscharo


"Kilima-Njaro - Weiß leuchtender Berg"

"So weit Sie sehen können,
so weit wie die ganze Welt,
hoch und unvorstellbar weiß in der Sonne,
liegt der flache Gipfel des Kilimanjaro"

Schnee auf dem Kilimanjaro, E. Hemingway





Im Osten Afrikas, knappe 3 Breitengrade südlich vom Äquator entfernt, erhebt sich mitten aus der Savannenlandschaft ein imposantes Bergmassiv, das Kilimandscharo-Massiv. Mit seinen 5895m ist er der höchste Berg Afrikas und zählt zu den bekanntesten und schönsten Bergen auf unserer Erde. Im Jahre 1987 wurde die einzigartige Landschaft von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt und mittlerweile lockt er jährlich über 20.000 Besucher auf seinen Hauptgipfel.



Geologie
Durch das auseinanderdriften der Afrikanischen und der Ostafrikanischen Platte entstand das Rift Valley (Ostafrikanischer Graben). Aufgrund der Risse die sich an dessen Rändern bildeten konnte Magma aus dem Erdinneren an die Oberfläche treten und dieser Vorgang bildete im Laufe der Jahrmillionen zahlreiche Vulkane am Rande des Grabenbruchs. (z.B. Mount Kenya, das Ruwenzori-Massiv, die Virunga Vulkane und selbstverständlich den Mt. Kilimanjaro). Das 50 x 80 km große Massiv des Kilimandjaros besteht aus drei Hauptgipfeln vulkanischen Ursprungs (Schichtvulkane), Kibo (Der Helle) 5895m, Mawenzi (Der Dunkle) 5149m und Shira 3962m. Der höchste Punkt des Massivs befindet sich auf dem Kibo, der sogennante Uhuru Peak (5895m). Vor rund 360.000 Jahren fand am Kilimandscharo-Massiv, das etwa zwei bis drei Millionen Jahre alt ist, die vermutlich größte Eruption statt. Zuletzt soll der Krater des Kibos um 1700 ausgebrochen sein, seitdem verharrt jedoch seine vulkanische Aktivität auf einem niedrigen Niveau, ist jedoch keineswegs erloschen. Im Krater kann man Temperaturen bis zu 77 C messen. Daraus kann man schließen dass nur hundert Meter unter der Oberfläche flüssig-heißes Magma brodelt. Der Riese ist noch nicht tot. Er schläft. Er atmet.



Flora und Fauna
Im Jahre 1973 wurde ein Nationalpark mit einer Fläche von ungefähr 756km² um den Kilimandscharo gebildet der das gesamte Massiv oberhalb von 2800m schützt, der Kilimanjaro National Park. Das Klima ändert sich vor allem in vertikaler Richtung sehr stark. Nicht nur die Temperaturen sinken mit steigender Höhe, sonder auch die Niederschläge. Während auf einer Höhe von 1800m jährlich etwa 2300mm Niederschlag fallen, erhält die Gipfelregion nur noch 100mm Niederschlag jährlich. Dies spiegelt sich in der Abfolge verschiedener Vegetationszonen, die wie Gürtel das Bergmassiv umschließen, wieder. Am Fuße rund um den Kilimanjaro wird tropischer Feld- und Ackerbau betrieben. Vor allem Kaffee, tropische Früchte, Zuckerrohr, Gewürze und Reis werden angebaut. An den oberen Hängen, bis auf 3000m, findet man den tropischen Bergregenwald, mit einem undurchdringlichen Buschwerk und einer überwältigenden Pflanzenvielfalt. Baumfarne werden von alten Urwaldriesen beschattet auf denen Epiphyten, Lianen und bis zu 1 Meter lange Flechtbärte wachsen. Diademmeerkatzen (Cercopithecus mitis) und Guerezas oder Mantelaffen (Colobus abyssinicus caudatus) springen von Baum zu Baum und man hört den charakteristischen Ruf der Tamburintaube (Tympanistria tympanistria) wie die durchdringenden Schreie des Seidenturakos (Tauraco hartlaubi). Meist ist alles im Nebel verhüllt. Großtiere sieht man selten, auch wenn sich manchmal Elefanten bis hoch hinauf an seinen Hängen "verirren", aber möglicherweise kann man mit etwas Glück ein Leopard (Panthera pardus) oder einen wunderschön gezeichneten Buschbock (Tragelaphus scriptus) erblicken. Ab 3000m wird der Nebelwald immer lichter und es beginnt die Landschaft der Riesenheide und Hochmoore. Bis zu 10m hohe Baumheiden (Erica arborea) und 3m hohe, kerzenartig wachsende Lobelien prägen diese Landschaft. Unter den strauchförmigen Gewächsen fällt auf dieser Höhe auch ein Proteengewächs (Protea kilimanjarica) auf, der ganze Vulkanhänge bedeckt. Je höher man steigt umso spärlicher wird der Pflanzenwuchs. Ab 5000m durchläuft man eine fast vegetationslose Mischung aus Vulkan- und Mondlandschaft, in der nur einige Strohblumen (Helichrysum newii), widerstandsfähige Gräser und anspruchslose Flechten gedeihen können. Um schließlich den Gipfel zu erreichen mit seinem arktischem Klima, und einer Landschaft aus Firn- und Schneefelder, Gletschern und mittendrin ein Vulkankrater.



Mythologie
Was der Name Kilimandscharo wirklich bedeutet ist nicht ganz klar. Manchen Quellen zufolge soll Kilima-Njaro "Weiß leuchtender Berg" oder "schimmernder Berg" heißen, aber auf Suaheli bedeutet Kilimandscharo "Berg des bösen Geistes". In der Sprache der Dchagga, die am Fuße des Kilimandscharos siedeln, heißt er "Berg des Quellwassers", wobei sie ihn aber ehrfürchtig "Kilima-njaro" -"Haus Gottes" nennen sollen. Hiermit sei mal wieder bewiesen, dass Namen, deren Übersetzung und westliche Interpretationsversuche nur Schall und Rauch sind. Eins ist jedoch ganz klar, man hat schon immer diesen Berg mit großer Ehrfurcht behandelt.



"Selbst wenn man ihn nicht sieht,
spürt man ihn.
Wie eine Person, die an einen denkt,
auch wenn sie nicht da ist "
so ein Sprichwort der Dchagga



"Von alters her war die Erde allenthalben glatt und gleich.
Da richtete sie sich auf.
Und wollte mit dem Himmel reden.
Als sie sich wieder von ihm trennte,
kam sie nicht überall nach Hause.
Was mitwegs müde wurde,
vollendete den Abstieg nicht.
Und verblieb, wo es war.
Das wurden die Berge und Hügel auf der Erde."
Fabel der Dchagga




Für die Dchagga, die am Osthang des Kilimanjaro siedeln, ist der schnee- und eisbedeckte Kibo-Gipfel des Kilimanjaro nicht irgendein vulkanischer Eruptionskegel, sondern Sinnbild der Ewigkeit: Sprichwörter "Wie der Kibo nicht weicht von seinem Orte, so weiche dein Leben nicht von Dir" und "Bleibe hier auf Erden und dauere wie der Kibo", unterstreichen den Ewigkeitsgedanken der Dchagga. Der Gipfel des Kilimandscharos bestimmt sogar die Beerdigungsriten: Die Dchagga begraben ihre Toten mit dem Kopf in Richtung zum schneebedeckten Gipfels. Die Massai nennen ihn "Oldoinyo Oibor", den weißen Berg oder Ngàj E`Ngai, was soviel wie "Himmelsburg", "Gottes Wohnung" oder "Haus des Engai" bezeichnet. "Engai" manifestiert sich sowohl als guter schwarzer Gott (Regen, Fruchtbarkeit) als auch als strafender Gott (Blitz, Tod).



Geschichte
Der griechische Astronom und Geograph Ptolemäus berichtete schon in der Antike von einem hohen, mit Schnee bedeckten Berg bei den Nilquellen mitten in Afrika. Aber erst am 11. Mai 1848 erblickte der deutsche Missionar Johannes Rebmann als erster Europär den Kilimandscharo, aber sein Bericht über einen schneebedeckten Berg am Äquator wurde lange angezweifelt. Am 6. Okt. 1889 gelang Hans Meyer, Ludwig Purtscheller und Yohani Kinyala Lauwo die Erstbesteigung und sie nannten den höchsten Gipfel, den heutigen Uhuru Peak (Freiheitsgipfel), Kaiser Wilhelm Spitze. Er war bis 1918 der höchste Berg und einziger aktiver Vulkan Deutschlands! Heutzutage steigen jährlich mehr als 20.000 Bergsteiger auf den Gipfel.



Schmelzen der Gletscher
Als der deutsche Geograph Hans Mayer vor etwa 120 Jahren als erster auf dem Gipfel stand, war dieser noch vollständig von Gletschern bedeckt. Davon sind heute nur noch schmelzende Eisinseln übrig. Mehr als 80 Prozent seiner Schnee- und Eisfelder hat das Wahrzeichen Afrikas seit Beginn der Aufzeichnungen 1912 bereits verloren und amerikanische Forscher haben berechnet, dass in ca. 15 Jahren die weiße Kappe abgeschmolzen sein wird. Der primäre Grund für diesen Rückgang ist ein regional trockeneres Klima seit Ende des 19. Jahrhunderts und die heutige Klimaerwärmung wird diesen Vorgang u.U. noch beschleunigen.



"Nur der Gipfel des Kilimanjaro ,
der sei erhaben über alle Vergänglichkeit.
Der Kibo wird dauern von Anfang zu Anfang,
Nichts bleibt, wie es war."
Dchagga




Besteigung des Kilimandscharos
Das bergsteigen und wandern am bzw. auf dem Kilimandscharo ist aufgrund der einzigartigen Landschaft und der herrlichen Flora und Fauna ein äußerst eindrucksvolles Erlebnis. Innerhalb weniger Tage werden verschiedenen Klima- und Vegetationszonen, vom tropischen Regenwald bis zum ewigen Eis der Gipfelgletscher, durchwandert. Es gibt mehrere Routen, auf den Gipfel die hier im einzeln kurz vorgestellt werden. Alle Routen sind (technisch gesehen) nicht schwer, aber die Höhe kann einem zu schaffen machen. Es kann leicht passieren das einem aufgrund des Sauerstoffmangels die Puste ausgeht und mit der Höhenkrankheit ist nicht gut Kirschen essen. Der Österreicher Christian Stangl stellte am 13. Oktober 2004 den Weltrekord bei der Besteigung des Kilimandscharos auf mit einer Aufstiegszeit von 5Std. 36Min. 38Sec. Insgesamt brauchte er 8Std.49Min.03Sec. für den gesamten Auf- und Abstieg (zweitbeste Zeit) von ca. 1700m bis 5895m Am Kilimanjaro gibt es zwei Regenzeiten, die große Regenzeit (mitte März bis mitte Juni) und die kleine Regenzeit (November bis mitte Dezember). Aber auch in den Regenzeiten ist die Besteigung gut möglich, da diese hauptsächlich die Gebiete unterhalb 3500m betrifft.

Die Routen auf den Kilimandscharo


Machame-Route
Mit ihrer reichen Vegetation und abwechslungsreiches Profil ist die Machame-Route eine der beliebtesten Routen der letzten Jahre. Sie zählt zu den landschaftlich schönsten und abwechslungsreichsten Routen; mit einem fantastischen Panorama über das Moorland des Shira-Plateaus und dem Western Breach des Kilimandscharos. Da die Begehung auf diesem Weg mindestens 6 Tage dauert und wegen der vielen Auf- und Abstiege in den Tälern am Südhang des Kilimandscharos, fällt die Akklimatisation leichter, als bei den 5-Tages-Varianten.



Marangu-Route
Die klassische Marangu-Route ist ohne Zweifel die populärste und am meisten begangene Route. Auf ausgebauten Wegen und mit der Möglichkeit in einfachen Hütten zu übernachten kann man komfortabel den Gipfel erreichen ohne zu zelten. Trotzdem handelt es sich um eine anspruchsvolle Trekkingtour die man nicht unterschätzen sollte. Auf dieser Route machen wir auf 3700m einen zusätzlichen Akklimatisationstag, an dem wir zum Fuße des Mawenzis laufen.



Lemosho-Route (West-Ost-Überschreitung)
(auch Shira oder Londorosi) An den westlichen Ausläufern des Kilimandscharomassivs beginnt die für uns schönste Route am Kilimandscharo. Sie führt durch unberührte Landschaften mit einer faszinierenden Pflanzenwelt und bietet einzigartige Fernblicke auf den Amboseli Nationalpark sowie auf den benachbarten Mt. Meru. Die unberührte Landschaft wechselt täglich ihr Bild. Am ersten Tag führt der Weg durch dicht bewachsenen Regenwald. Bereits am zweiten Tag wird die Sicht auf den Kibo frei. Der Weg über das Shira Plateau am dritten Tag, lässt das Ziel nur langsam näher rücken. Obwohl sie auf relativ großer Höhe beginnt ist die Akklimatisation durch das ständige auf und ab sehr gut gewährleistet. Der Abstieg geht über die Mweka Route und diese Route ist somit eine West-Ost-Überschreitung des Kilimandscharo-Massivs.



Rongai-Route (Nord-Süd-Überschreitung)
(auch Nalemoru oder Kikelewa) Obwohl die Rongai-Route zu den einfachsten Routen zählt wird sie selten begangen und bietet viel Ruhe beim Aufstieg. Sie bietet faszinierende Aussichten auf die weiten Landschaften des südlichen Kenias, bis hin zu den Chyulu Hills. Ihren besonderen Reiz erhält sie aber auch durch die geringen Niederschläge. Wegen ihrer spärlichen Vegetation und der kargen Landschaft wird sie gerne die Wüstenroute genannt und ist insbesondere für die regenreiche Zeit (April/Mai) zu empfehlen. Der Abstieg geht über die Marangu-Route und diese Route ist somit eine Nord-Süd-Überschreitung des Kilimandscharo-Massivs.



Umbwe-Route
Dies ist wohl die schwierigste und anspruchvollste Route auf den Gipfel des Kilimandscharos. Durch die grünen und dicht bewachsenen Hänge des Kilimandscharo führt sie auf direktestem Weg zum Gipfel. Die Wegstrecken sind zwar relativ kurz aber dafür umso steiler. Diese Strecke kann man insbesondere erfahrenen Bergwanderern mit Höhenerfahrung und guter Kondition empfehlen.



Route: "Vorteile" "Nachteile
Machame
(Whisky-Route)
landschaftlich sehr schöne Route
gute Akklimatisation
Aussicht auf Mt. Meru und Mawenzi
relativ preisgünstige Route
Auf- und Abstieg unterschiedlich (Machame-/Mweka-Route)
in der Monaten Jan, Feb, Jul, Aug, Sep sehr frequentiert
relativ lang
Marangu
(Coca-Cola-Route)
gut ausgebaute Wege
Übernachtungen in Hütten
gute Sicht auf Kibo u. Mawenzi
Verkauf von Getränken i.d. Hütten
bei 6-tägige Variante gute Akklimatisation
kürzeste (und preisgünstigste) Route
Auf- und Abstieg identisch
in der Trockenzeit staubig
zur Hauptreisezeit sehr frequentiert
bei 5-tägiger Variante schlechte Akklimatisation
kürzeste Route
Lemosho
Shira
Londorosi
Landschaftlich sehr reizvolle Route
sehr abwechslungsreich
bis zum Barranco Camp wenig frequentiert
sehr gute Akklimatisierung
Auf- und Abstieg unterschiedlich (Lemosho-/ Mweka-Route)
relativ lang
langer Anfahrtsweg
Rongai
Kikeleva
Loitokitok
Nalemoru
landschaftlich sehr reizvoll
selten begangene Route
gut ausgebaute Wege
"beste" Route für die Regenzeit
Auf- und Abstieg unterschiedlich (Rongai-/Marangu-Route)
sehr langer Anfahrtsweg
in der Trockenzeit sehr staubig
Umbwe selten begangene Route
landschaftlich sehr schön und unangetastet
kurze Route
Auf- und Abstieg unterschiedlich (Umbwe-/Mweka-Route)
kurze Route
keine gute Akklimatisation
"schwierigste"/steilste Route
bei Regen schwieriger Aufstieg






Hakuna matata!